Meine Arbeitsweise

Ich verbinde aus einem breitgefächerten und in Jahrzehnten erarbeiteten Erfahrungsschatz (siehe Vita) unterschiedlichste Kreativ- und Bewusstseinstechniken.

Die Mittel, die jeweils im Vieraugengespräch oder in Kleingruppen zum Einsatz kommen, sind nicht Selbstzweck. Zeichnen, Malen, plastisches Gestalten; freies oder themengebundenes Schreiben; thematische Erkundungen, Gespräche und Dialoge auf rational grundierter Basis; einfache Körperübungen; stille oder geführte Meditationen: dies und mehr dient weder der Herstellung von Produkten noch einer Kunst- oder sonstigen Therapie im engeren Sinn. Es schafft vielmehr konkrete Erfahrungsbedingungen, in denen sichtbar und spürbar werden kann, wie Spannung und Lockerheit, Kontrolle und Offenheit, Wille und Loslassen, Prozess und Ergebnis, Widerstand und Einsicht im Handelnden wirken.

So entstehen konzentrierte Erfahrungsräume, in denen sich Lernen und Information nicht nur besprechen, sondern erfahren lassen. Was sonst im reflektierenden Denken abstrakt bleibt, wird im Vollzug einsichtig: Bindungen, Reaktionsmuster, Energieverluste, aber auch verborgene Ressourcen, neue Spielräume und die Möglichkeit, mit sich selbst - im Material als Material - anders umzugehen: sodass sich bislang getaktetes Reagieren durch rhythmisches Agieren ersetzen läßt...

Meine Aufgabe verstehe ich dabei nicht in erster Linie methodisch, sondern aufmerksamkeitsgeleitet und Aufmerksamkeit leitend. Diese Form der Vermittlung verfolgt weniger ein festes Schema, als dass sie im Jetzt-Kontakt, in der Situation und im Prozessverlauf diesen folgt und in unmittelbarer Nähe zum Klienten erfolgt. Entscheidend ist nicht das Tool, sondern die Qualität des Erlebens, die durch das jeweilige Setting freigelegt wird.

In diesem Sinn zielt meine Arbeitsweise u. a. auf eine Erweiterung des inneren Handlungsbestandes zwischen einer oft übermächtigen Ratio und einem diskreditierten Empfindungs- und Gefühlsbereich in Richtung integrierter Verfügbarkeit beider. Diese ist Voraussetzung dafür, dass die bessere Entscheidung im Bedarfsfall selbsttätig “anläuft”.

Lernziel ist nicht Anhäufung, sondern Substanzveränderung: ein feiner Spagat zwischen Sollen, Wollen und Sein.